Soziale Partnerschaften

posted by PP on 2008/11/21 11:18

[ Science- | -Politics ]

Nur böse und historisch selbstredend vollkommen unbeleg/ckte Zungen würden davon singen wollen, dass die Parallelaktionismen in der Darstellung Robert Musils eine Entsprechung in der Einrichtung der Sozialpartnerschaft nach dem Zweiten Weltkrieg fanden - und dass dies mit ein Grund dafür sei, weshalb letztere auch weitgehend formidabel funktioniert hätte (nicht zu vergessen Robert Menasses Kritik der „Sozialpartnerschaftlichen Ästhetik“). Denn die Zusammenarbeit zwischen den großen gesellschaftlichen Interessenorganisationen und der Regierung ist ein zentrales Kennzeichen des politischen Systems der österreichischen Zweiten Republik und stellt ein bemerkenswertes, international durchaus beachtetes Phänomen dar. Emmerich Tálos ist in seinem neuen Buch sozusagen dem sozialpartnerschaftlichen Möglichkeitssinn und den sich daraus ergebenden Fragen nachgegangen:

Emmerich Tálos: Sozialpartnerschaft. Ein zentraler politischer Gestaltungsfaktor in der Zweiten Republik. Wien: Studienverlag 2008, 144 pp.

Tálos geht es um eine umfassende Analyse, die die wesentlichen Dimensionen von Sozialpartnerschaft eingehend in den Blick nimmt. Unter Berücksichtigung ihrer ...

... entwicklungsgeschichtlichen und institutionell-organisatorischen Voraussetzungen erläutert er die Strukturen der Sozialpartnerschaft und ihren politischen Stellenwert. Letzterer wird an drei Feldern näher verdeutlicht: der Einkommens-, Sozial- und Wirtschaftspolitik. Mit der Untersuchung der wichtigsten Einflussmöglichkeiten - Beratung, Mitgestaltung und Implementierung - wird der Aktivitätsradius systematisch erfasst und ein differenziertes Bild der Rolle der Sozialpartnerschaft und deren Veränderungen in den beiden letzten Jahrzehnten gezeichnet.

Emmerich Tálos ist seit 1983 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Wien. Er ist zudem Lehrbeauftragter an der Donau-Universität Krems und der Wirtschaftsuniversität Wien. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Politik im Österreich des 20. und 21. Jahrhunderts.

 


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Senior Editor

Seitenwechsel. Geschichten vom Fußball. Hgg. v. Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bohmann 2008, 237 pp.
(Weitere Informationen hier)
Transcarpathica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien 3-4/2004-2005. Hgg. v. Andrei Corbea-Hoisie u. Alexander Rubel. Bukarest/Bucuresti: Editura Paideia 2008, 336 pp.
[Die online-Fassung meines Einleitungsbeitrags "Thesen zur Bedeutung der Medien für Erinnerungen und Kulturen in Mitteleuropa" findet sich auf Kakanien revisited (Abstract / .pdf).]
Seitenweise. Was das Buch ist. Hgg. v. Thomas Eder, Samo Kobenter u. Peter Plener. Wien: Bundespressedienst 2010, 480 pp.
(Weitere Informationen hier wie da, v.a. auch do. - und die Rezension von Ursula Reber findet sich hier [.pdf].)
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