2010-03-16
Abwägen der Chancen
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PP 8 months ago | Tags: Schloemann "Open Access" Kulturkampf Wissenschaft
Johann Schloemann forderte in der gestrigen SZ (im Print p.9; online: 1, 2, 3) unter dem Titel "Die Wissenschaft im Netz" dem Prinzip des Open Access eine Chance zu geben. Im Zuge seiner Stellungnahme bemüht er sich um ein sorgfältiges - man ist nicht nur versucht, zu schreiben: moderierendes - Abwägen der jeweiligen Argumentationen. Letztendlich interessieren ihn v.a. die diversen Aspekte der Kostenfrage.
Expeditionen des Blicks an die Ränder
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PP 8 months ago | Tags: Holzer Fotografie Roma Zigeuner Exotismus Kolonialismus
Ein durchwegs kluger wie genauer Text von
Anton Holzer (Fotohistoriker, Kurator und als Publizist "nebenbei" auch noch Herausgeber der
Fotogeschichte) - erschienen am Wochenende (11./12.07.2009) in der
NZZ (p.29) - ist hervorzuheben:
Exotik des Fremden. Holzer zeichnet darin die Geschichte der "Zigeuner"-Fotografie von ihren Anfängen Mitte des 19. Jahrhunderts her nach, stellt Fragen nach (und gibt Antworten hinsichtlich) Bildwelten und Kolonialismus des Blicks, Motiven, typischen Szenerien, gestellten Aufnahmen, Herkunft der FotografInnen, Exotismus und "Volkskunde" in ihren unterschiedlichen Ausprägungen.
An der alten Grenze
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PP 8 months ago | Tags: Löffler Ottlik Übersetzung Ujlaky Szent-Iványi Falter
Sigrid Löffler, mit bestem Recht sehr renommierte Literaturkritikerin, hat im heute erschienenen
Falter (27/09, p.30) eine
Rezension von Géza Ottliks bei Eichborn neu aufgelegtem Roman "Die Schule an der Grenze" vorgelegt: Die Militarisierung der Grenze. So weit, so gut, so lesenswert. Es gibt jedoch einen Haken an der Sache (cf. dazu bereits
hier): Entgegen Löfflers mehrfach hervorgehobener "Endlich..."-Ansicht ist die Übersetzung nicht neu und der Roman keineswegs nun erstmals ins Deutsche übersetzt worden. Dabei wäre ...
Gestanzte Festplatten
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PP 9 months ago | Tags: Computer Lochkarten Datenverarbeitung
In der Futurezone des ORF gibt es einen klick- wie lesenswerten Artikel von Erich Möchel, der über das 50-Jahr-Jubiläum des Zusammenschlusses der österreichischen Lochkartentechniker (späterhin Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbveitung) berichtet. Aus Anlass des entsprechenden Jahrestages geht übrigens heute (derzeit - und noch bis weit in den Abend hinein) der ADV-Kongress im Wiener Rathaus über die Bühne!
Erzählungen und Übersetzungen
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PP 9 months ago | Tags: Rössner IKT
Wie vor kurzem auch
ho. gemeldet, folgte Michael Rössner Moritz Csáky nach, wurde die KKT ein
IKT. Nun und heute lässt sich auf ein
Interview im
Standard verweisen, in dem Rössner u.a. auf einen Mehrwert der Kultur- und Geisteswissenschaften verweist, der nicht ökonomisch 1:1 sich umrechnen ließe. Dass dieser erhalten bleibe, dass die diesbezüglichen Fähigkeiten auch weiterhin geschult werden, ist eine der wesentlichen Forderungen.
Existenz und Existenzialismus
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PP 9 months ago | Tags: Dalos Földényi Rubin Ungarn
Noch zweimal etwas Ungarnspezifisches, beides aus derselben Druckausgabe der in dieser Hinsicht immer wieder (auch und gerade in dieser Liga) auffallend gehaltvollen
NZZ vom letzten Wochenende (16./17.05.):
Zum einen ein
Beitrag von György
Dalos über "Die friedvolle Demokratie", der von den politischen Versäumnissen der Vergangenheit handelt, die sich nun im weltweiten ökonomischen Desaster (wie auch Spektakel) auf verhängnisvolle Weise rächen (würden).
Zum anderen eine
Rezension Lászlo F.
Földényis, der Szilárd Rubins wunderbaren Roman "Kurze Geschichte von der ewigen Liebe" nachdrücklich der Lektüre anempfiehlt: "Die Tränen Julien Sorels".
Literatur an der Grenze
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PP 9 months ago | Tags: Ottlik Esterházy
"Sadismus für Anfänger" hat Andreas Breitenstein seine
Rezension in der
NZZ überschrieben, was hinsichtlich des besprochenen Romans "Die Schule an der Grenze" von
Géza Ottlik (in einer Neuauflage der westdeutschen 1963er Übersetzung von Ujlaky) sowohl falsch - es geht nicht nur um Sadismus, es ist ein Roman für Fortgeschrittene - als auch richtig ist: diese jungen Kadetten beginnen auch derart spezifische Fähigkeiten in der Militärschule an der ungarisch-österreichischen Grenze erst zu entwickeln. Ungeachtet dessen ist die Buchbesprechung durchaus lesenswert - und die Neuauflage (Andere Bibliothek im
Eichborn-Verlag) dieses wunderbaren und großartigen wie auch unendlich genauen und meisterhaften Romans, der Maßstäbe setzte, kann mit einem Nachwort von Péter Esterházy punkten.
Kommunismus in Österreich
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PP 10 months ago | Tags: Kommunismus Moritz Leidinger Österreich 1918 1938 McLoughlin
Zum einen gibt es eine Neuerscheinung anzuzeigen:
Barry McLoughlin, Hannes Leidinger, Verena Moritz:
Kommunismus in Österreich 1918-1938. Innsbruck, Wien, Bozen:
Studienverlag 2009, 532 pp. [EUR 39.90,-; ISBN 978-3-7065-4459-7]
Zum anderen wäre auf die Präsentation dieses Buches hinzuweisen: 25.05.2009 (18.00 Uhr); Universität Wien, Großer Lesesaal des Instituts für Geschichte, Dr. Karl Lueger Ring 1, 1010 Wien.
Und schließlich wollen wir im Sinne der Informationsdistribution nicht versäumen, den Waschzettel zum Buch ho. anzuführen:
Russkij standart
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PP 10 months ago | Tags: Budapest Standard Universität
Die angefallene Fehlerquote durchzurechnen empfiehlt sich auf Grund des damit verbundenen Arbeitsaufwandes - der obendrein in einem diametralen Verhältnis zu jenem stehen dürfte, der für eine "Budapest Reportage" über die hauptstädtische Universitäts- und Studentenszene auf
derStandard.at investiert wurde - nur höchst bedingt. Da sich jedoch soviel einseitiger Unsinn (oder ist es nur eine Form nachhaltig ausgeprägter Naivität im Umgang mit einer ganz offensichtlich unbekannt gewesenen wie gebliebenen Universitätsszene, die eine entsprechende Willkür bei der Bearbeitung des Themas zeitigte?) nur selten in derart geballter Form findet, muss der
Link zu den zwei von der "Erste Bank" gesponserten "Reportagen" und der Bildgeschichte schon sein...
Billig und effizient
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PP 10 months ago | Tags: Swartz Ungarn Orbán
Richard Swartz hat für die Printausgabe der Süddeutschen Zeitung (v. 04.05.2009, p.11) einen Beitrag mit dem Titelzitat "'Nein, nein, niemals!'" verfasst, welcher Populismus und Nationalismus im gegenwärtigen Ungarn darzustellen sucht. dabei sitzt er mancher Vereinfachung und beinahe schon Klischees auf, gleichzeitig sind seine Beobachtungen der Strategien von Viktor Orbán (Fidesz) und Krisztina Morvai (Jobbik) durchaus luzide. V.a. jene Orbáns ist kurz und prägnant, sie lautet wie folgt:
Von der KKT zum IKT
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PP 10 months ago | Tags: KKT IKT Csáky Kulturwissenschaften "Cultural Studies" Theatergeschichte
Vorweg dies: Die Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte (KKT) gibt es nun seit zehn, durchaus ereignisreichen und produktiven Jahren. Unter der Leitung von
Moritz Csáky, einem wahrhaften Polyhistor und ausgewiesenen Spezialisten für Zentraleuropa, wurde die ehemalige Kommission für Theatergeschichte seit 1998 sukzessive zu einer transdisziplinären kulturwissenschaftlichen Forschungseinheit umgestaltet und ausgebaut. Mit 1. Jänner 2009 kam der institutionellen Wechsel und aus der KKT wurde das
IKT, das Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte.
Seit 1. März steht dieses nun unter der Leitung von Michael Rössner, Professor für Romanistik an der LMU München, der seit Jahren auch an der Universität Wien lehrt.
Dies berücksichtigend sind Rück- und Ausblick wahrlich gerechtfertigt und die
Veranstaltung [.pdf]
Zwischen Elfenbeinturm und Empowerment. Kulturwissenschaften und die Herausforderungen der Gegenwart (7. Mai, ab 18.00 Uhr; Theatersaal der ÖAW, Sonnenfelsgasse 19, 1010 Wien) soll - eher: wird - dem gebührend Rechnung tragen.
Von der Reuberey
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PP 10 months ago | Tags: Urheberrecht Luther
Wie die
Frankfurter Rundschau gestern auszuführen und also
hinreichend zu zitieren wusste (NB: aus der
Digitalen Bibliothek, aber seis drum...), begehrte schon ein gewisser Martin Luther gegen unauthorisierte Nachdrucke der von ihm verantworteten Schriften auf, wenngleich es ihm, der FR zufolge, weniger um die entfallenden Honorare, als vielmehr die Gefahr dann auftretender Fehler gegangen sei. Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts sind zwar auch schon wieder ein paar Sommer ins Land gegangen, aber wie sich ganz richtig aus dieser Zeit des Medienumbruchs und -wechsels heraus feststellen lässt: